Wilhelmspalais • Stadtbücherei

König Wilhelm I. gab seinem Baumeister Giovanni Salucci, der be¬reits die Grabkapelle auf dem Württemberg und Schloss Rosen¬stein erbaut hatte, den Auftrag für ein Palais. Es war gedacht als Wohnung für seine Töchter, die Prinzessinen Marie und Sofie, die spätere Königin der Niederlande, und wurde 1840 fertig gestellt.
Später war es Wohnsitz König Wilhelms II., der dort 1918 als Mo¬narch abdankte. Die Bronzestatue des bescheidenen Herrn mit Zylin¬der und Hündchen vor dem Palais zeigt Seine Majestät persönlich. Das im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigte Palais wurde wieder aufgebaut. Es beherbergt die Zentralbücherei, die Kinderbücherei und die Graphothek der Stuttgarter Stadtbücherei. Im zweiten Stock befinden sich der »futuristische Lesesalon«, in dem Literatur in ver¬schiedenen Medien genutzt werden kann. Zahlreiche Veranstaltun¬gen komplettieren das Angebot der Bücherei.

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Wilhelma 2

Südöstlich befinden sich die Anlagen für Bären und Klettertiere. Die Tierarten sind voneinander nicht durch Zäune, sondern durch Grä- ben getrennt, wodurch das Gehege als durchgehende Felslandschaft erscheint. Die Eisbärenanlage ist ein weiteres Highlight des Zoos.
Sowohl die Eisbären wie auch die Biber und Otter in den folgenden Abschnitten sind zusätzlich auch durch Unterwasserfenster zu beobachten.
Unterhalb dieser Anlage und des Koniferentals passiert man die Greifvogelvolieren mit Adlern und Geiern.
Wieder zurückgekehrt in den unteren Parkanlagen, sollte man auf keinen Fall einen Besuch im Aquarium versäumen. Aufgrund seiner ausgewogenen Architektur, den Schaubecken und Pflanzungen, der modernen technischen Ausstat¬tung und nicht zuletzt seines erle-senen Tierbestands genießt es Weltruf. Ökotope vom Schwarz¬waldbach bis zum tropischen Ge¬wässer sind hier kunstvoll nach-empfunden. Wasserlebewesen der verschiedensten Art, neben Fischen auch Seesterne, Pinguine, Schild¬kröten, und viele andere Tiere kann man hier beobachten.
Ein Teil des Hauses beherbergt das Terrarium mit Leguanen, Echsen, Waranen, Schlangen, Fröschen und Lurchen. In der Krokodilhalle fuhren Stege über die Bassins, in denen Krokodile und riesige Schild¬kröten vor sich hindösen. Nicht nur kleinen Kindern bereitet diese Nähe zu den eindrucksvollen Tieren ein wenig Nervenkitzel.
Wenn das Auge sich an die Dunkelheit gewöhnt, hat kann man im Nachttierbereich im hinteren Teil des Farn- und Kakteenhauses Le-bewesen beobachten, die normalerweise nur in der Nacht aktiv sind. Dazu gehören u. a. Fledermäuse, Flughunde, Mausmakis, Laternenfi¬sche, blinde Fische, urtümliche Riesensalamander, Kiwis und auch Schnabeligel.
Zu den besonderen Attraktionen der Wilhelma gehört seit 1999 das gläserne Amazonienhaus, das die Besucher in das besondere Klima und die autentische Atmosphäre des südamerikanischen Bergregen¬waldes entfuhrt.
Die Anlage erlaubt einen Gang durch alle Vegetationsebenen des Re¬genwaldes, vom Bodenbereich steigt der Weg bis in die Kronenzone der künstlich modellierten Baumriesen an. Im üppig wuchernden Grün haben Kleinaffen ihre Gehege, frei fliegende Vögel tummeln sich in den Kronen oder picken im Unterholz. Im Wasserbecken un¬terhalb des tosenden Wasserfalls leben Kaimane, Schildkröten und Amazonasfischarten, die man durch eine Glasscheibe auch unter Wasser beobachten kann.
Im 2002 neu geschaffenen Insektarium leben Spinnen, Krebse und Insekten. Ein Bienenvolk und die pilzzüchtenden Blattschneideamei¬sen können in allen Phasen ihrer »intelligenten« Tätigkeiten beo¬bachtet werden.
Die beiden Insektariumsgebäude verbindet das neue Schmetterlings¬haus. Hier tummeln sich – frei die Besucher umfliegend – zahllose tropische Schmetterlinge.
Die Damaszenerhalle hat als einziges historisches Bauwerk den Krieg unbeschädigt überstanden und kann nach Restaurierungsarbeiten nun auch wieder besichtigt werden. Mit ihren kostbaren Deckenma¬lereien, dem Stuckmarmor und den Kronleuchtern gibt sie einen Eindruck von der maurischen Pracht der alten Vorkriegs-Wilhelma.
Zu den neueren Abteilungen der Wilhelma gehört die Vogelfreiflug¬anlage im untersten Parkbereich. In den begehbaren Volieren begeg¬net man Vögeln des Wattenmeers neben ihren Verwandten aus der afrikanischen Savanne.
Wilhelma-Theater
Eigentlich hatte sich Cannstatt zur »Hebung des Badeverkehrs« eine Spielbank gewünscht. Stattdessen beauftragte 1837 König Wilhelm I. den Architekten Ludwig Wilhelm von Zanth mit der Planung für das Wilhelma-Theater. Vor einigen Jahren ist das klassizistische Kleinod renoviert worden und dient der Hochschule für Musik und Bildende Kunst als Spielstätte. Sein farbenfroher Zuschauerraum – mit präch¬tiger Deckenausmalung, Königsloge und obligatorischem Kronleuch¬ter – bietet 325 Besuchern Platz.

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Wilhelma

Die Wilhelma, eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten in Süd¬westdeutschland, ist Erholungsort für die Stuttgarter und ein Muss für jeden Besucher. Deutschlands einziger kombiniert zoologischbotanischer Garten kann mit über 6000 verschiedenen Pflanzenar¬ten und rund 10 000 Tieren aus aller Herren Länder aufwarten. Ins¬besondere der historische Teil der Anlage mit dem Maurischen Gar¬ten gehört zu den malerischsten Plätzen in Stuttgart.
Urzelle der »schönsten Grünanlage Europas« ist das Wilhelmatheater, das auf Befehl König Wilhelms I. an der Ecke Prag-/Neckartalstraße nach Entwürfen seines Hofbaumeisters L. W. von Zanth errichtet worden ist. Nach dessen Fertigstellung 1840 erhielt von Zanth den Auftrag, ein »Gartenhaus mit Wohngebäude und Ziergewächshäu¬sern in maurischen Formen« zu realisieren. Bis 1853 folgten das Festsaalgebäude, das Belvedere, der Bildersaal, weitere Gewächshäu¬ser und die Vollendung der Gartenanlagen. Magnolien, Ananas, Ka¬melien, Rhododendren, Azaleen, Orchideen und nicht zuletzt die be¬rühmte Seerose Victoria regia gedeihen dort bis heute.
Nach großen Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg begann mit der Wiedereröffnung 1949 eine neue Ära. Der damalige Direktor Albert Schöchle war weitsichtig genug, um abzuschätzen, dass die Wilhelma als rein botanischer Garten keine wirtschaftliche Zukunft habe und verwandelte sie nach und nach auch in eine Heimstatt für Tiere. Aus vielen Provisorien in der Anfangszeit entwickelte sich die Wilhelma im Lauf der letzten Jahre zu einem der größten und attraktivsten Zo¬os in Deutschland. Da viele der beliebten Tierfütterungen zu unre¬gelmäßigen Zeiten stattfinden, erkundige man sich entweder im Vo¬raus unter der Telefonnummer 54 02-0 oder an den Kassen; an den Gehegen sind die Fütterungszeiten ebenfalls angegeben.
Rundgang durch die Wilhelma
Im Lauf der Jahreszeiten verändert sich das Erscheinungsbild der Parkanlagen und auch der Pflanzenhäuser. Als erste im Jahr begin-nen die Orchideen zu blühen, die dann von den Kamelien und Aza¬leen abgelöst werden. Jede dieser Pflanzenarten kann in einem ge-sonderten Gewächshaus am Eingang der Anlage bewundert werden.
Der Maurische Garten ist mit seinen Pavillons und Lauben heute fast so prächtig wie zur Zeit seiner Entstehung. Einmalig ist im April die Magnolienblüte in Europas größtem Magnolienhain, wenn die Bäu¬me in Weiß, Rosa und Rot blühen. Zentrum des Gartens ist der gro¬ße Seerosenteich, der im Sommer mit seiner Fülle von Seerosen und Lotusblüten eines der beliebtesten Fotomotive darstellt.
Das oberhalb des Maurischen Gartens gelegene, 2002 komplett sa¬nierte historische Gewächshaus mit filigraner Eisenkonstruktion be-herbergt Farne, Baumfarne, Kakteen und Nachttiere.
Die dahinter liegenden Subtropen-Terrassen stellen die Verbindung zwischen historischem und neuem Teil der Wilhelma dar.
Weltruhm erlangte die Wilhelma durch ihre Menschenaffen (Goril¬las, Bonobos, Orang-Utans, Schimpansen), die hier in Familienver-bänden leben. Das Jungtieraufzuchthaus dient inzwischen europa¬weit als Menschenaffenkinderstube, wenn ausnahmsweise eine Handaufzucht notwendig wird.
Einen Schwerpunkt im Bereich der oberen, im Lauf der vergangenen vier Jahrzehnte entstandenen Anlagen bilden die Gehege der afrika¬nischen Huftiere mit Giraffen, Okapis, Zebras, Somali-Wildeseln, Straußen, Antilopen und vielen mehr. Großkatzen, Elefanten, Nas¬hörner und Flusspferde gehören natürlich auch zum Tierbestand der Wilhelma.
Auf dem Schaubauernhof am entferntesten Ende des Zoogeländes werden alte, vielfach in Vergessenheit geratene Haustierrassen neben ihren wilden Vorfahren gezeigt, und kleine Kinder genießen im Strei¬chelgehege die hautnahe Begegnung mit Ziegen und Schafen, die auch gefüttert werden dürfen. Außerdem leben hier u. a. Kamele, Przewalski-Pferde und Mesopotamische Damhirsche.

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»VORSTADT ARABIENS«

Architekturinteressierte Stuttgart-Besucher pilgern als erstes auf den Killes- berg, um die berühmte Weißenhofsiedlung zu besichtigen. Doch die Entwürfe, die heute als zukunftsweisende Architekturimpulse unumstritten sind, fanden im geistigen Umfeld der 1930er-Jahre wenig Anklang.
Paul Bonatz, der angesehene Stuttgar¬ter Architekt und Erbauer des Haupt¬bahnhofs, polemisierte bereits 1926, als lediglich der Bebauungsplan fest¬stand, gegen die Weißenhof-Siedlung. Die Konzeption mit den weißen Hauskuben und vielfältigen Terrassie¬rungen sei für Wohnhäuser in einer deutschen Stadt wie Stuttgart nicht geeignet und erinnere vielmehr an eine Vorstadt Jerusalems. Im Hinter¬grund seiner harschen Kritik stand sicherlich auch die Tatsache, dass Bonatz selbst für die Mustersiedlung beim Deutschen Werkbund Pläne eingereicht hatte. Sein Bebauungsvor¬schlag mit traditionellen Satteldä¬chern wurde zu Gunsten des weitaus kühneren Plans von Ludwig Mies van der Rohe aus Berlin abgelehnt. Diese Niederlage kennzeichnete den Beginn der erbitterten Rivalität zwischen dem Neuen Bauen und der eher konserva¬
tiver eingestellten Stuttgarter Schule um Paul Bonatz und Paul Schmitthenner. Nach 1933 verstärkte sich die Kritik am Weißenhof weiter, denn den Nationalsozialisten war das avantgardistische Wohnhaus-Ensem¬ble ein als »undeutsch« empfundener Störfaktor im Stadtbild. Als »Kultur- Bolschewisten« und »Theater-Archi¬tekten«, wurden die Erbauer verun¬glimpft. Schließlich wurde ein kom-pletter Abriss des »Schandflecks« auf dem Killesberg geplant. An seiner Stelle sollte das Generalkommando der Wehrmacht errichtet werden. Diesen Plänen kam dann der Krieg zuvor. Durch Bombenangriffe wurde ein großer Teil der Häuser zerstört. Erst in den 1970er-Jahren wurde die Bedeutung der Siedlung erkannt und die vorhandenen elf Häuser von ur- prünglich 21 unter Denkmalschutz gestellt.

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Weißenhofsiedlung

Wie sich die führenden Architekten der 1920er-Jahre modernes Wohnen vorgestellt haben, kann man in der Weißenhofsiedlung nachvollziehen. Diese Wohnanlage ist eines der bedeutendsten Ar¬chitekturdenkmäler der Moderne.
Die 1927 erbaute Mustersiedlung war wichtigster Teil der Ausstellung »Die Wohnung« des Deutschen Werkbundes, in der die 1907 von ihm erhobenen Forderungen für Wohnen in die Praxis umgesetzt werden sollten. Moderne Wohnungen sollten unter Vermeidung alles »Salonhaften und Überflüssigen« hell und hygienisch gestaltet wer¬den; die Form des Hauses sollte auf die Funktion ausgerichtet sein.
Der Bebauungsplan stammt von Ludwig Mies van der Rohe. Der Berliner Architekt und spätere Bauhausdirektor wählte gemeinsam mit dem Deutschen Werkbund und den Gremien der Stadt Stuttgart die mit der Planung betrauten Architekten aus, alles namhafte Ver-treter der jungen europäischen Avantgarde: Walter Gropius aus Des¬sau, Hans Scharoun und Adolf Rading aus Breslau, Richard Docker und Adolf G. Schneck aus Stuttgart, Peter Behrens, Hans Poelzig, Ludwig Hilbersheimer sowie die Brüder Max und Bruno Taut aus Berlin, Le Corbusier aus Paris, J. J. P. Oud und Mart Stam aus Rotter¬dam, Josef Frank aus Wien und Victor Bourgeois aus Brüssel. Die viel beachtete und von konservativen Architekten als »Schandfleck Stuttgarts« scharf kritisierte Siedlung (► Baedeker Special S. 284) wurde 1938 von der Stadt Stuttgart an das Deutsche Reich verkauft. Doch dem geplanten Totalabbruch kam der Krieg zuvor. Fünf von 21 Musterhäusern wurden durch Bomben zerstört, weitere fünf Ge¬bäude in den 1950er-Jahren abgerissen.
Als 1956 die Häuser von Le Corbusier abgebrochen werden sollten, gab es Proteste. Daraufhin wurden die elf erhaltenen Originalbauten 1958 unter Denkmalschutz gestellt, für ihren Erhalt jedoch nichts unternommen. Erst 1977, also 50 Jahre nach der Fertigstellung der Siedlung, wurde die Öffentlichkeit durch einen Aufruf zur Erhaltung des Ensembles wachgerüttelt und der Verein »Freünde der Weißen¬hofsiedlung e. V.« gegründet. Bei der Restaurierung der Siedlung, die schließlich zwischen 1981 und 1987 erfolgte, wurden die zerstörten Gebäude nicht wieder original aufgebaut, d. h. auf ihren Grundstü¬cken entstanden Ersatzbauten. Die Bewohner der Anlage sind zum größten Teil Staatsbedienstete. Rund 30 000 Besucher besichtigen jährlich die Weißenhofsiedlung.
Die Weißenhofsiedlung ist ein Manifest der modernen Architektur und ihrer Forderung nach Rationalisierung des Bauens und Wohnens. In der Siedlung wurden Lösungen für unterschiedliche Typen von Wohngebäuden entwickelt und realisiert – vom Einfamilien-, Doppel- und Reihenhaus bis zum großen, viergeschossigen Mehrfa¬milienhaus, das Mies van der Rohe entworfen hatte. Alle Häuser ha¬ben Flachdächer, einige davon, z. B. die von Le Corbusier, auch Dachgärten auf dem obersten Geschoss. Der Skelettbau ermöglicht sowohl eine flexible Innenaufteilung der Wohnungen als auch eine freiere Außengestaltung, z. B. durch breite Fensterbänder über die ge¬samte Fassadenbreite. Von außen nicht sichtbar ist ein weiteres Cha¬rakteristikum der neuen Planung: die Minimierung der Verkehrsflä¬chen zugunsten von Wohn- und Aufenthaltsräumen.
Der Rundgang beginnt an der Weißenhof-Information im Mies-van- der-Rohe-Bau mit einem Modell der gesamten Anlage, einer Ausstel¬lung über sämtliche Bauten und Architekten der Siedlung sowie ei¬nen Buch-Shop. Von dort gelangt man zu den Reihenhäusern von Mart Stam, zum Terassenhaus von Peter Behrens und zu den Einfa¬milienhäusern von Hans Scharoun und Josef Frank. Entlang der Ra¬thenaustraße befinden sich einige Ersatzbauten, bis man auf das Doppelhaus von Le Corbusier und Pierre Jeanneret trifft, das zu den bekanntesten Gebäuden des Siedlung zählt. Dieses Doppelhaus wur¬de zu Schauhaus und Museum umgestaltet. Es besteht damit erstma¬lig die Möglichkeit, ein Originalgebäude von innen zu besichtigen.
Außerdem erwartet den Besucher in dem Gebäude ein Dokumentationszentrum zur hiesigen Bauhaus-Tradition. Anschließend erreicht man die Friedrich-Ebert-Straße mit den Bauten von Bourgeois und Schneck. Zurück über die Treppe des Bruckmann-Wegs findet man das Einfamilienhaus von Le Corbusier und Pierre Jeanneret, das Haus Schneck und schließlich die Reihenhäuser von Oud, direkt ge¬genüber des Mies-van-der-Rohe-Blocks. Da es nicht immer einfach ist, »echte« Weißenhof-Häuser von »unechten« zu unterscheiden, wurden sie mit Tafeln versehen, auf denen der Name des jeweiligen Architekten zu lesen ist.
Unweit der Weißenhofsiedlung befindet sich die Kunstakademie, her- vorgegangen aus der 1761 gegründeten Acad6mie des Arts des Her- zogs Carl Eugen. Das Gebäude (Am Weißenhof 1) wurde 1912 kon¬zipiert; der Erweiterungsbau entstand in den 1960er-Jahren. Die Akademie genießt einen sehr guten Ruf – hier lehrten Künstler wie Hoelzel, Baumeister und Hrdlicka.

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Weißenburgpark

Der Weißenburgpark zwischen der Neuen Weinsteige und der Bop- serwaldstraße ist – obwohl etwas abseits und sehr steil gelegen – Stuttgarts schönster Aussichtspark.
Er wurde 1843 zusammen mit der Villa Weißenburg, einem Gäste¬haus für Luft- und Molkenkuren, geplant. Später kaufte der Seifen-hersteller Ernst von Sieglin (1848-1927) Villa und Park und errich¬tete das Teehaus (►Baedeker-Tipp S. 162) und den Marmorsaal. Der Name Weißenburg geht zurück auf eine einstmals hier thronende, bereits 1312 zerstörte Burganlage. Der Park wurde anlässlich der Bundesgartenschau von 1961 neu hergerichtet und bekam hübsche gärtnerische Anlagen sowie Spieleinrichtungen für Kinder. Die Fab- rikanten-Villa wurde, obwohl sie den Krieg intakt überstanden hatte, für die Neugestaltung der Anlage abgerissen.
Am Aufgang zum Park wurde der Marmorsaal, dessen prunkvoll ausgestatteter Innenraum an ein antikes Nymphäum erinnert, in den Hang gebaut. Wände und Decken sind im Rokoko-Stil bemalt, leise plätschert Wasser in den in die Wand eingelassene Becken. Seit 1995 ist der Saal restauriert und für Konzerte oder Empfänge zugänglich.
Der Weißenburgpark gehört zu einer Grünzone, die etwas unterhalb mit der Bopseranlage beginnt. Hinter dem Park führt der steile Bop-
serweg hinauf in den Wald. Er pas¬siert die Schillereiche mit schöner Aussicht – wo, so will es die Über¬lieferung, angeblich Friedrich Schiller 1778 seinen Freunden sein Drama »Die Räuber« erstmals vor¬las. Von hier kann man zum Fern¬sehturm und noch weiter nach Sil¬lenbuch oder zum Schloss Hohen¬heim wandern.

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Weil der Stadt

Die ehemalige Reichsstadt Weil der Stadt besitzt noch beeindru¬ckende mittelalterliche Stadtbefestigungsanlagen. Vor allem aber ist Weil der Stadt bekannt als Geburtsort des Astronomen und Ma¬thematikers Johannes Kepler (1571-1630). Auch der Reformator Johannes Brenz (1499-1570) wurde hier geboren.
Wahrscheinlich waren es die Alamannen, die den Ort »Weil« (abge¬leitet von lat. »villa«) gründeten. Die erste Erwähnung erfolgte in ei-ner Urkunde des Klosters Hirsau im Jahr 1075. Friedrich II. erhob den Flecken zur Stadt, und unter Rudolfl. von Habsburg wurde Weil 1272 reichsumittelbare Stadt. Dieser Status konnte bis 1803 bewahrt werden, als Württemberg die Herrschaft übernahm. Im Jahr 1862 wurde per Ratsbeschluss der Name Weil der Stadt festgelegt.
Sehenswertes in Weil der Stadt
Der historische Kern Weil der Stadts ist der Marktplatz, in dessen Mitte ein 1870 errichtetes Denkmal für Johannes Kepler steht. Die Reliefs an den Seiten stellen Szenen aus dem Leben des Astronomen dar. Der Marktplatz ist von stattlichen Häusern eingefasst, darunter das mit Arkadengängen versehene Rathaus von 1582 und das Alte Rathaus (Marktplatz 14) mit dem daneben liegenden Stadtmuseum (Öffnungszeiten: So. 14.00-17.00 Uhr). Den Oberen Marktbrunnen ziert ein Standbild Kaiser Karls V. aus dem Jahr 1669.
Das Geburtshaus Johannes Keplers ist heute als Museum (Keplergas¬se 2) eingerichtet und zeigt persönliche Gegenstände und Dokumen¬te des Astronomen. Kepler wurde 1571 geboren und gilt als einer der Begründer der modernen Naturwissenschaften. Als Lehrer für Moral und Mathematik machte er bald Furore mit seinen »Prognostica«. In Prag wurde er Assistent von Tycho Brahe sowie dessen Nachfolger als kaiserlicher Mathematiker Rudolfs II. Grundlegend waren seine Berechnungen der Planetenbahnen, die Keplerschen Gesetze. In Linz entstanden seine »Rudolfinischen Tafeln«, die 200 Jahre lang die Grundlage der Astronomie bildeten. 1628 trat Kepler als Astrologe in Albrecht von Wallensteins Dienste. Er starb 1630 in Regensburg. Öffnungszeiten: Di.-Fr. 10.00-12.00, 14.00-16.00; Sa. 11.00 bis 12.00, 14.00-16.00, So. 11.00-12.00, 14.00-17.00 Uhr.
Unweit des Marktplatzes liegt die katholische Stadtkirche St. Peter und Paul. Sie geht auf ein romanisches Kirchlein aus dem Jahr 1000 zurück, ihre heutige äußere Gestalt stammt jedoch im Wesentlichen aus dem 14. und 15. Jh., die Osttürme datieren bereits um 1200. Im Innern sind der barocke Hochalter (1680) und das Sakramentshaus des Stuttgarter Steinmetzen und Bildhauers Georg Mi- ler aus dem Jahr 1611 beachtenswert.
Im Süden, Osten und Norden der Stadt ist die vom 12. bis 16. Jh. errichtete Stadtbefestigung mit imposanten Tür¬men besonders gut erhalten.
Weil der Stadt ist einer der am nördlichsten gelegenen Orte der schwäbisch-alemannischen Fastnacht. Die örtliche Narrenzunft hat im Gebäude Stuttgarter Straße Nr. 60 ein Narrenmuseum eingerich¬tet, in dem auch die Weil der Städter Narrenfiguren – u. a. Zigeuner, Hexe, Schlehengeist, Steckentäler, Bär und Schellenteufel – zu sehen sind. Öffnungszeiten: 1., 3. So. im Monat 13.00-17.00 Uhr. Hinter dem Narrenmuseum findet man ein Puppenmuseum. Öffnungszei¬ten: 1., 3. So. im Monat 13.00- 17.00 Uhr.
Etwa 200 m in Richtung Marktplatz vom Museum entfernt findet man den Narrenbrunnen, auf dem Figuren der »Weiler Fasnet« dar-gestellt sind.

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Waiblingen

Waiblingen am Westausgang des Remstales ist gleichermaßen be¬kannt für seine sehr hübsche Altstadt wie für die namhaften In-dustriebetriebe. Von hier aus bieten sich Ausflüge in die Naherho¬lungsgebiete wie die Berglen, den Schurwald, den Welzheimer Wald und das Remstal an.
Waiblingen wurde erstmals im Jahr 885 in einer Urkunde von Karl dem Dicken erwähnt. Der Ort war karolingische und salische Kaiser¬pfalz. Ende des 11. Jh.s kam Waiblingen in den Besitz der Staufer (Herzog Friedrich von Schwaben), die hier ein Zentrum ihrer Macht aufbauten. Zu Beginn des 13. Jh.s er¬hielt Waiblingen die Stadtrechte. Ge¬meinsam mit anderen staufischen Be¬sitzungen im unteren Remstal kam die Stadt an das Haus Württemberg. Ihren fast vollständigen Untergang er¬lebte sie im Dreißigjährigen Krieg, als sie 1634 bis auf fünf Häuser zerstört wurde.
Sehenswertes in Waiblingen
Der von einer Mauer mit Schalenturm aus dem Jahr 1463 umgebene Kirchenbezirk schließt die spätgotische evangelische Michaelskirche ein, die in ihrer heutigen Form Ende des 15. Jh.s gebaut wurde, so¬wie das zweigeschossige so genannte Nonnenkirchle (1596). Dieses kleine Gotteshaus muss früher wohl mit einer Nonnen- bzw. Begi¬nenunterkunft verbunden gewesen sein, worauf der Name hindeutet.
Im Obergeschoss des Kirchleins gefallen das bemalte Netzrippenge¬wölbe und das Maßwerk der Fenster. Das Untergeschoss diente als Beinhaus.
Das Städtische Museum (Weingärtner Vorstadt 20) mit Schwerpunkt Architektur ist in dem ältesten Fachwerkbau (1550-1553) der Stadt in der Weingärtner Vorstadt untergebracht, der für seine vorbildliche Restaurierung ausgezeichnet wurde. Das Gebäude selbst wird zum Kunstobjekt, wenn Künstler sich in der Reihe »Rendez-vous mit ei¬nem alten Haus« mit dem Bau kreativ beschäftigen. Wechselausstel¬lungen zur Stadtgeschichte, aber auch zur Kunst runden das Angebot des Museums ab. Öffnungszeiten: Di.-Fr. 15.00-18.00, Sa., So. 11.00-17.00 Uhr.
Bemerkenswerte Zeugen der spätmittelalterlichen Stadtbefestigung sind der Hochwachtturm mit Grundmauern aus dem 13. Jh. (Off- nungszeiten: Sa., So. 11.30-12.30 Uhr) und der Beinsteiner Torturm (1491), wo die Csävolyer Heimatstuben an die Ungarndeutschen aus dem Ort Csävoly erinnern (Öffnungszeiten: l.So. im Monat 14.00 bis 16.00 Uhr).
Umgebung von Waiblingen
Der Ort Beinstein (2 km östlich von Waiblingen) ist wegen seines Mineralwassers aus der Elisabethenquelle bekannt. Bemerkenswert sind die Sebastianskirche mit Fresken aus dem 15. Jh., das altwürt- tembergische Rathaus aus dem Jahr 1582 und der mittelalterliche Dorfbrunnen.

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Veitskirche

Die Veitskirche in Stuttgart-Mühlhausen ist ein so herausragendes Beispiel für den gotischen Sakralbau, dass der Begriff »Gesamt-kunstwerk« dafür nicht übertrieben scheint.
Die Dorfkirche, mit deren Bau 1380 begonnen wurde, geht auf eine Stiftung des Prager Bürgers Reinhart von Mühlhausen zurück und gibt sich äußerlich unscheinbar. Der Innenraum aber überrascht durch leuchtende Farbigkeit und immensen Bilderreichtum. Durch einen seltenen Glücksfall der Geschichte konnte die komplette In¬nenausstattung mit Wandmalereien und gotischen Schnitzaltären be-wahrt werden. Sehr markant sind der rechteckige Westturm und der dreiseitig geschlossene Chor.
Der ursprüngliche kostbar gemalte Wandelaltar entstand 1385 in Prag und befindet sich heute in der Stuttgarter ► Staatsgalerie. An seiner Stelle steht nun ein spätgotischer Schreinflügelaltar (1510) mit fünf Heiligen als Schreinfiguren, darunter der hl. Veit mit Kessel als seinem Attribut, und gemalten Szenen aus dem Leben dieses Heili¬gen. Die unter Ziborien aufgestellten Seitenaltäre zeigen rechts im Kirchenschiff Schnitzfiguren der Märtyrerinnen Dorothea, Kathari¬na, Walpurga, Barbara und Agatha (v. 1. n.r.) im Schrein sowie links im Kirchenschiff die Schreinfiguren von Johannes dem Täufer und den Aposteln Petrus und Paulus (links).
Überaus eindrucksvoll sind die zum großen Teil restaurierten Wand-
malereien. Zusammen mit der farbigen Fassung von Decke und Em¬pore vermitteln sie einen Eindruck von der Strahlkraft eines mittelal¬terlichen Kirchenbaus. Die gotischen Malereien des Innenraums sind zwischen 1400 und 1449 entstanden. Leider sind die Darstellungen im Kirchenschiff stark verblasst. Christus, Propheten und Apostel er¬scheinen zu beiden Seiten des Chorbogens. Besser erhalten sind die Wandmalereien im Chor, wo zwölf Wandbilder aus dem Jahr 1428 zwischen Kapitellen und Gesims die Veitslegende nach dem Text der Legenda Aurea erzählen. Die Szenen zeichnen sich durch volksnahe bildliche Darstellungen und Erklärungen aus. So zum Beispiel ver¬sucht auf dem ersten Bild am Ostende der Südwand Veits Vater Hy- las, seinen Sohn zum Götzendienst zu verfuhren und züchtigt ihn, als er sich weigert – die Bildunterschrift kommentiert anschaulich: »Hie slug Ylas Vitum in den ars.«
Über den Fenstern sind fünf Szenen aus dem Leben Marias zu erken¬nen, an der Nordwand befindet sich eine wundervolle Schutzmantel¬madonna. Weitere Bilder im Chorhaupt zeigen die Heiligen Sigis¬mund, Wenzeslaus und Michael, über dem Chorbogen ist das Jüngs¬te Gericht dargestellt.

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Uhlbach

Der ländlich geprägte Stadtteil Uhlbach liegt malerisch in einem Neckarseitentälchen nordöstlich oberhalb von Stuttgart-Obertürk¬heim, umgeben von Weinbergen.
Bereits seit über 750 Jahren wird hier Weinbau betrieben. Der »Uhl¬bacher« genießt einen vorzüglichen Ruf. Ein Weinbaulehrpfad er-schließt die Hänge von Württemberg, Rotenberg, Götzenberg und Esslinger Berg, an denen Trollinger, Burgunder, Riesling, Müller- Thurgau und Kerner gedeihen (Praktische Informationen, ►Wein).
1979 wurde in der ehemaligen Uhlbacher Gemeindekelter das Stutt¬garter Weinbaumuseum (Uhlbacher Platz 4) eröffnet. Es erzählt von Geschichte und Entwicklung des Weinbaus im Mittleren Neckar¬raum. Die Sammlung umfasst ne¬ben mächtigen Eichenholz-Kelter¬bäumen, so genannten Torkeln, die bis nach dem Ersten Weltkrieg als Weinpressen benutzt wurden, eine vollständig eingerichtete Küfer¬werkstatt mit Werkzeugen aus dem 18. und 19. Jh.; Trinkgefäße und Weinbehälter aus Ton, Steinzeug,
Glas, Zinn ergänzen die Schau ebenso wie schön gearbeitete Holz¬fässer und ein kunstvoll geschnitz¬ter Heiliger Urban aus dem 16. Jh., der Schutzpatron der Weingärtner.
Nach dem Rundgang kann man ei¬nige der Stuttgarter Tropfen in der Weinprobierstube verkosten. Vor dem Museum steht die Plastik »Der Gast« – im Volksmund »Säu- ferle« genannt – von Guido Messer.
Öffnungszeiten: April bis Okt. Sa.14.00-18.00, So. 10.00 bis 12.00, 14.00-18.00 Uhr.
Sehenswertes in der Umgebung
In dem unweit westlich gelegenen Stadtteil Untertürkheim sollte man sich die Stadtkirche St. Germanus (17. Jh.) anschauen, denn sie ist hinter dem Altar mit der großarti¬gen Josephswand von HAP Grieshaber ausgestattet. 36 Platten in Li¬nolschnitt erzählen die alttestamentliche Josephsgeschichte, und zwar in hebräischer Art von oben rechts nach unten links. Öffnungszeiten: tgl. 8.00-18.00 Uhr.

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