Uhlandshöhe

Die Uhlandshöhe (355 m), benannt nach dem Dichter Ludwig Uh- land (► Berühmte Persönlichkeiten), ist mit ihren verschiedenen Aussichtsplattformen ein reizvolles und ruhiges Ausflugsziel.
In der Parkanlage, die auch über einen Spielplatz verfügt, steht eine Uhland-Büste, die 1965 von Ernst Rau geschaffen wurde. Unterhalb des Parks säumen vornehme Wohnbauten aus der ersten Hälfte des 20. Jh.s die Straße.
\Von der Schwäbischen Sternwarte (Zur Uhlandshöhe 41) kann man \nach Einbruch der Dunkelheit am Teleskop Himmelserscheinungen beobachten. Führungen am Teleskop nur bei klarem Wetter: Mo., Mi.-Sa., Frühjahr 21.00, Sommer 22.00, Herbst/Winter um 20.00 Uhr; Sonnenführung: So. 15.00 Uhr; Auskunft: Tel. 28 18 71.
\Die anthroposophische Bewegung hat rings um die Uhlandshöhe ei¬nes ihrer Zentren, da Rudolf Steiner (►Berühmte Persönlichkeiten) hier 1919 die erste Waldorfschule gründete. Am Nordwesthang lie¬gen u. a. das Rudolf-Steiner-Haus, das Eurythmeum und das Areal der Freien Waldorfschule. Zentrum der Schulanlage ist das Festsaal¬gebäude, an dem die Vorstellungen anthroposophischer Architektur besonders deutlich werden. Durch eine Vielzahl von Brechungen und Verschiebungen, die den rechten Winkel ausschließen, ähnelt das Gebäude einem »organischen« Fels.

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Stiftskirche

Die Stiftskirche, im Zentrum des alten Stadtkerns gelegen, ist mit ihren beiden ungleichen Türmen ein Wahrzeichen der Landeshaupt-stadt und eines der wenigen mittelalterlichen Relikte in Stuttgart.
Die Kirchengeschichte der ranghöchsten evangelischen Kirche in Ba¬den-Württemberg ist eng verknüpft mit dem Beginn der Reforma-tion in Stuttgart: Im Jahr 1534 wurde auf der so genannten goldenen Kanzel die erste evangelische Predigt Württembergs gehalten.
Die Stiftskirche ruht auf den Fundamenten einer frühromanischen einschiffigen Dorfkirche aus dem 10./11. Jh., die erst 1999 bei ar-chäologischen Grabungen im Rahmen von Sanierungsarbeiten ent¬deckt wurden. Zwischen 1240 und 1260 folgte der Umbau zu einer spätromanischen dreischiffigen Basilika. Von dieser Kirche ist der Südturm noch heute erhalten, ein damals begonnener Nordturm kam nie über die Fundamente hinaus. 1320/1321 erfolgte die Verle¬gung des Beutelsbacher Chorherrenstifts mit der Grablege der Grafen von Württemberg nach Stuttgart. Graf Eberhard der Erlauchte rich¬tete damals das Stift zum Heiligen Kreuz ein, für das bis 1347 der frühgotische Chor errichtet wurde. Hänslin und Aberlin Jörg voll¬endeten bis 1495 das spätgotische Langhaus.Nach der Erhöhung des Südturms wurde bis 1531 am Westturm gebaut, der ohne den ur¬sprünglich geplanten spitzen Turmhelm beendet wurde. Nach ver¬schiedenen Umbauten und einer Gotisierung im 19. Jh. wurde die Kirche 1944 von Bomben schwer getroffen. Nur die Wände des Chors, die Türme und die Nordwand des Schiffs blieben erhalten.
Der Wiederaufbau von 1950 bis 1958 entsprach dem Gedanken einer »Karfreitagskirche«: Leitmotiv war die Buße für das Unheil des Zwei¬ten Weltkriegs, der offene Kontrast zwischen erhaltenen Bauteilen und neu errichteten Ergänzungen war programmatisch gewollt. Mit der Notwendigkeit einer grundlegenden Sanierung von 1999 bis 2003 konnte der Wunsch, aus der »Karfreitagskirche« eine »Osterkir¬che« mit froher Botschaft zu machen, baulich realisiert werden. Die Dreischiffigkeit der Anlage ist wieder erlebbar, eine moderne Dach¬konstruktion mit eingehängten Glassegeln macht den Kirchenraum heller und freundlicher.
Markant ist der 61m hohe Westturm mit achteckigem Doppelge¬schoss. Der Südturm lässt mit Blendbogenfriesen und Deutschem Band der unteren Geschosse seine romanische Herkunft erkennen. An der nach dem Krieg neu errichteten Südseite des Kirchenschiffs ist das Aposteltor mit den spätgotischen Steinplastiken von Jesus und den zwölf Aposteln beachtenswert. Die Bronzetüren aus dem Jahr 1958 gestalten das Thema Mission. An der Südwand des Chors be¬findet sich eine Kreuzigungsgruppe aus dem 14. Jahrhundert.
In der Stifterkapelle im Südturm ruhen in einer Doppeltumba mit Liegefiguren der erste württembergische Graf Ulrich »der Stifter« und seine zweiten Frau Agnes von Schlesien-Liegnitz (um 1300).
An der Nordwand des Chors sind die Ende des 16. Jh.s von Sem Schlör geschaffenen Standbilder von elf württembergischen Grafen aufgestellt. Von der ehemaligen Goldenen Kanzel sind die um 1500 entstandenen vier Evangelistenreliefs an der jetzigen Kanzel erhalten.
Am Fuß der Kanzel, auf der er predigte, ist der schwäbische Reformator Johannes Brenz (1499- 1570) begraben. Über der Kan¬zel befindet sich der Gerichtsengel (1957) von Fritz von Graevenitz.
Besonders sehenswert ist der Schutzmantelchristus in der Taufkapel¬le. Er entstand Ende des 15. Jh.s und gehörte – wie auch die Predella darunter mit den klugen und den törichten Jungfrauen – ursprüng¬lich zu einem Seitenaltar. An der Wand des Südturmes sind die goti¬schen Figurengruppen des Lettners mit »Verkündigung«, »Heimsu¬chung«, »Geburt«, »Anbetung« und »Beschneidung« zu sehen.
Die Chorfenster stammen aus den frühen 1950er-Jahren. In der Mit- Fenster te befindet sich das Passionsfenster, die beiden seitlichen Fenster stel¬len Motive aus der Offenbarung dar. Das Westfenster über der Orgel ist ein Frühwerk von H. G. von Stockhausen. Im Rahmen des großen Umbaus von 1999 bis 2003 wurden sämtliche vorhandenen Kunst- werke neu angeordnet und durch einen neuen Altar, Glasstelen und neu gestaltete Fenster am Aposteltor und in der Werktagskapelle er¬gänzt. Die große neue Orgel (2004) aus der Orgelwerkstatt Mühlei¬sen in Leonberg ist mit rund 80 Registern und 5000 Pfeifen ein Meis¬terwerk modernen Orgelbaus.
Die größte Glocke, die Guldenglocke, wiegt 5200 kg und klingt auf den Ton A. Sie wurde 1520 in Biberach aus Kanonenmetall gegossen und erklang einst bei Begräbnissen. Ihr Geläut soll Friedrich Schiller zu seinem »Lied von der Glocke« inspiriert haben. Auch die 3500 kg schwere Salveglocke entstand im selben Jahr in der Biberacher Glo¬ckengießerei. Nach Aufzeichnungen des Astronomen Johannes Kep¬ler soll sie im Mittelalter Hexenverbrennungen angekündigt haben.
Die Torglocke, die heute wegen eines Risses nicht mehr geläutet wird, ist die älteste der Stiftskirchenglocken. Sie wurde 1285 gegossen und diente als Alarmglocke. Das nur 30 kg schwere »Silberglöckle« wurde 1507 gegossen. Es läutet um 9.00 Uhr und um Mitternacht.
Im Juni 1998 stürzte die Betglocke aus nicht bekanntem Grund ab.
Das Geläute der Stiftskirche verstummte für einige Zeit. Im Jahr 1999 erklang erstmals die neue Betglocke.

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Staatstheater

Im Staatstheater Stuttgart sind die drei Sparten Oper, Ballett und Schauspiel vereint, die im repräsentativen Opernhaus und im mo¬dernen Schauspielhaus daneben ihre Spielstätten haben.
Die Staatsoper verdankt ihren guten Ruf mutigen Inszenierungen, ausgezeichneten Sängern und einem hochklassigen Orchester. Nicht ohne Grund wurde Stuttgart seit 1994 fünf Mal zum »Opernhaus des Jahres« gewählt. Eine der besten Ballettkompanien der Welt stellt die Arbeit großer international renommierter und junger Choreogra¬fen aus dem eigenen Haus vor (►Baedeker Special S. 36/37), und das Schauspiel bringt im Schauspielhaus neben Repertoirestücken jedes Jahr bundesweit beachtete Uraufführungen und Neuinszenierungen auf die Bühne. Das größte Dreispartentheater Deutschlands ist eine feste Größe im Kulturleben der Republik.
An Stelle des 1902 abgebrannten Hoftheaters entstand in den Jahren 1909 bis 1912 nach den Plänen Max Littmanns ein Doppeltheater mit Opern- und Schauspielhaus. Während das Kleine Haus im Zwei¬ten Weltkrieg stark beschädigt wurde, blieb das Große Haus hinge¬gen als neben der Markthalle einziges öffentliches Innenstadtgebäude so gut wie unversehrt. Das Opernhaus – so seit 2001 die offizielle Be¬zeichnung – hat 1400 Plätze. In den Jahren 1956 und 1971 war es im Stil der Zeit modernisiert worden. 1984 wurde es aufwändig und in mehr als einjähriger Umbauzeit wieder in den originalen Zustand zurückversetzt. Das Besondere an Littmanns Entwürfen war der Kompromiss zwischen einem höfischen Rangtheater und einem »de¬mokratisierenden« Amphitheater. Der in den Farben Grau und Gold gehaltene Zuschauerraum ist mit erlesenen Stückarbeiten verziert, die kassettierte Decke mit prunkvollen Lüstern unterstreicht den festlichen Charakter. Die Kuppel wurde von Julius Mössel in Form eines Himmelsausschnittes mit den Sternkreiszeichen ausgemalt (1912). Die Marmorbüsten in der Wandelhalle des ersten Ranges stellen bedeutende Dichter und Komponisten dar.
Das Opernhaus zählt mit seiner dem See des Oberen Schlossgartens zugewandten Kolossalsäulenfront zu den wichtigsten Bauten des spä¬ten Historismus und ist bereits seit 1924 Baudenkmal. Zwichen Opern- und Schauspielhaus stehen ein marmornes Schiller-Denkmal von Adolf von Donndorf (1913) und der Schicksalsbrunnen im Ju¬gendstil, der Liebe und Tod zum Thema hat und von Stuttgarter Opernfeunden 1914 gestiftet wurde.
Volkart und Partner errichteten von 1959 bis 1962 das »Kleine Haus« der Württembergischen Staatstheater als schlichte achteckige Kon¬struktion. Den Vorplatz schmückt die verschlungene Edelstahlplastik »Bewegung« von Wander Bertoni.
Zum Staatstheater gehören noch weitere kleinere Theater mit eige¬nen Spielstätten: Das Kammertheater hat seinen Sitz im Neubau der Staatsgalerie, hier kommen Kammerstücke, aber auch Kindertheater oder Neue Musik zur Aufführung. Das Theater im Depot ist in ei-nem ausgedienten Straßenbahndepot untergebracht. Die Avantgarde hat einen besonderen Stellenwert in seinem Repertoire.

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Staatsgalerie 4

Hochkarätig ist der Bestand an Picasso-Werken aus allen Schaffens¬perioden: Die »Kauernde« (1902) am Meer in ihrer schalenartigen Umrissform gehört zu Picassos so genannter Blauen Periode, die »Artisten« (1905) mit betrübter Mutter und jungem Sohn im Profil am Tisch mit karger Mahlzeit zählen zur Rosa Periode. Die 1912 ent¬standene, spannungsvoll aus verzahnter Material- und Raumwirkung aufgebaute Komposition »Violine Jolie Eva« vertritt den analytischen Kubismus, die »Sitzende« (1921) den klassizistisch-monumentalen Stil, das düstere »Buffet des Catalan« spielt auf Kriegsereignisse an. Welteinmalig ist die Gruppe der »Badenden« (1956) von sechs Figu- ren aus Fundholzstücken als statuarisches Ensemble von urtümlicher Ausdruckskraft, dje primitiven Schöpfungen früher Kulturen genau¬so wie die Brüchigkeit der Existenz in moderner Zeit reflektierend.
Im Spätwerk wird Picasso gar zum Zitierer der Kunstgeschichte, in¬dem er 100 Jahre nach Manet seine Version des »Frühstücks im Freien«
(1961) präsentiert.
Mit bedeutenden Arbeiten des amerikanischen und europäischen Abstrakten Expressionismus, des Informel, der Pop Art und Mini-mal-Art, der Arte Povera sowie von Fluxus und Happening sind die wesentlichen zeittypischen Strömungen der westlichen Kunst repräsentiert. So zählt das Museum u. a. Hauptwerke von Willi Bau-meister, Alberto Giacometti, Jackson Pollock, Marc Rothko, Barnett Newman, Ad Reinhardt und Yves Klein zu seinen Beständen. Die amerikanische Pop Art ist mit Skulpturen wie der »Putzfrau« (1976) von Duane Hanson, Mischtechnikarbeiten von Robert Rauschenberg und Siebdruckleinwandbildern gut vertreten. Außerdem beeindruckt eine größere Werkgruppe von Joseph Beuys in einem eigens von ihm gestalteten Raum. Der mit Fett, Filz und Vorurteilen behaftete Künstler hat ein äußerst vielschichtiges und symbolhaltiges Werk hinterlassen, wobei die häufig verachteten Materialien nach dem Ver¬ständnis von Beuys Träger von Energie und Wärme sind. Die klein¬plastische »Kreuzigung« (1962/1963) erzielt unter Verwendung von alltäglichen Dingrelikten wie gipsverschmierten Holz, verkrusteten Blutkonservierungsflaschen, Nadel mit Draht und rostige Nägeln ei¬ne metaphorische Bedeutung, wodurch das Leiden, auch der Zusam¬menhang von Leben und Tod, als nachvollziehbar und zugleich als jenseits des Begreifbaren geschildert wird. Der »Friedenshase« (1982), Symboltier der Auferstehung, entstand durch das Einschmel¬zen einer Kopie der Zarenkrone Iwans des Schrecklichen. Die raum¬greifende Installation »dernier espace avec introspecteur« (1964 bis 1982) gibt eine Werkstattsituation wieder mit abgeschlagenen Gips¬formmänteln, die Dreiecksblöcke aus Wachs ffeigeben, zwischen die ein Stuhl mit Fettkörper gestellt wurde; hinzu kommt ein durch Un¬fall beschädigter Autorückspiegel. Sie ist ein Gleichnis für die gestalt¬gebenden Energien im Spannungsfeld zwischen organisch und anor-ganisch, Werden und Vergehen.
Von weiteren deutschen Künstlern sind A. R. Penck, Georg Baselitz und Anselm Kiefer mit Hauptwerken vertreten. Jüngere Kunstposi¬tionen, so in den Arbeiten von Rosemarie Trockel, Katharina Fritsch oder Jeff Koons, lenken im Rückgriff auf die Pop-Art den Blick auf gesellschaftstypische Symbole und Fetische der Künsumwelt.
Mehr als 400 000 Zeichnungen, Aquarelle, Collagen’sowie Druckgra- fik sind in der Grafischen Sammlung aufbewahrt. Ihrer ursprüngli¬chen Funktion als »Königliches Kupferstichkabinett« zufolge ist der Anteil der Druckgrafik von allen bekannten Meistern seit dem 15. Jh. von großer Bedeutung. Durch gezielten Ankauf konnten im Bereich des deutschen Expressionismus, des französischen Kubismus und der Bauhaus-Kunst geschlossene Werkreihen erworben werden. Hervorzuheben sind außerdem die italienischen und deutschen Handzeichnungen des Manierismus und Barock. Neben einem ho¬hen Anteil Giovanni da Bolognas verfügt die Grafische Sammlung über einen einmaligen Zeichnungsbestand von Giambattista und Do¬menico Tiepolo. Im Bereich der Buchkunst finden sich sowohl Inku¬nabeln (Frühdrucke vor 1500) wie auch moderne Buchobjekte. Ebenso gibt es eine interessante Sammlung zur Plakatkunst seit 1890 und zur Fotokunst. Es besteht die Möglichkeit, sich mittwochs zwi¬schen 15.00 und 20.00 Uhr ausgewählten Grafiken im Studiensaal (Urbanstr. 41) zeigen zu lassen.

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Staatsgalerie 3

Mit Johann Heinrich Dannecker (1758-1841) war der führende Bildhauer des schwäbischen Klassi¬zismus, dessen nackte »Ariadne auf dem Panther« ebenso Furore machte wie seine idealisierte Schillerbüste. In den tiefgründigen Na¬turwiedergaben von Caspar David Friedrich spiegelt sich der Geist der Romantik. Seine »Böhmische Landschaft« (1808), nach einer Reise durch das Gebirge nachträglich im Atelier gemalt, ist eine See- lenlandschaft, ein Gleichnis von Leben, Tod und Erlösung. In neo¬klassizistischer Manier malt Anselm Feuerbach »Iphigenie« (1871), die nach Tauris entrückte Priesterin der Artemis, in antiker Pose an einer Mauer platziert mit sehnsuchtsvollem Blick in die ferne Heimat. Arnold Böcklin greift in der melancholischen »Villa am Meer« (1892) das Sehnsuchtsthema in symbolistischer Weise noch¬mals auf. Edward Burne-Jones, Mitglied der englischen Präraffaeli- ten, gestaltet 1885 bis 1887 sein Hauptwerk des Symbolismus, den Bildzyklus zur Perseus-Sage in Anlehnung an antike Vasen- und Reliefbilder. Der französische wie auch der deutsche Impressionis¬mus ist mit Meisterwerken in der Staatsgalerie präsent. Edouard Manet malte 1874 in impressionistischer Farb-Form-Auflösung seinen Kollegen Claude Monet mit seiner Frau Camille beim künstlerischen Arbeiten auf seinem Atelierboot. Pierre Auguste Renoir erfasste in kühl strahlender Farbigkeit mit dingauflösender Pinselführung »Madame Victor Choquet« (1875). Claude Monets lichtdurchflutete »Felder im Frühling« (1887) belegen sein Credo, das immaterielle Licht darzustellen, indem Auflicht, Durchlicht und Gegenlicht farbharmonisch zusammenfließen. Camille Pissar¬ro setzte mit dem »Gärtner« (1899) ein Alltags- und Arbeitsthema in ein Sprühwerk von Farbe um.
Paul Cezanne rang jahrzehntelang um die gültige Darstellung des Menschen in der Natur. Seine »Badenden vor einem Zelt« (1878/ 1883) gelten als Synthese aus traditionellen Gestaltungsmustern und moderner Farb-Form-Gewinnung. Paul Gauguin intensivierte durch die Begegnung mit Tahiti die Leuchtkraft der Farben und die Vereinfachung der Formen. Die halbnackte Frau mit Orchidee im Haar und Wolfsjungem in Händen, als Todesgöttin personifi¬ziert, verweist in dem Bild »Wohin gehst Du?« (1892) auf die fra¬gile Harmonie von Leben und Tod in einer exotischen Welt. Der deutsche Impressionismus triumphiert mit Max Slevogts heiterem »Champagnerlied« (1902), ein mitreißendes Rollenporträt des be¬rühmten portugiesischen Baritons Francisco d’Andrade als Don Giovanni in Mozarts gleichnamiger Oper. Lovis Corinth schuf mit fast ekstatischer Hingabe seit 1918 bis zu seinem Tod 1925 über 60 Ansichten vom Walchensee im Wechsel von Lichtverhältnissen und Jahreszeiten.
Im Hugo-Borst-Foyer, dem oberen Treppenhaus der Alten Staats¬galerie werden Werke u. a. von Hölzel, Baumeister und Schlemmer präsentiert, die der Stuttgarter Kunstsammler der Staatgalerie ver¬macht hat.
Bedeutende Gemälde des Fauvismus (Matisse), Expressionismus, Kubismus und Surrealismus (Magritte, Ernst, Dali, Miro) bilden den Sammlungsschwerpunkt der Klassischen Moderne. Reizvoll ist die Gegenüberstellung in einem Saal der wichtigsten expressionisti¬schen Maler der 1905 gegründeten Künstlergemeinschaft »Die Brü¬cke« mit Bildern von Heckei, Kirchner, Schmidt-Rottluff, Nolde und Müller mit denen von Marc, Jawlensky, Macke und Kandins- ky, die zum 1911 in München gegründeten »Blauen Reiter« gehör¬ten. Die verschiedenen Skulpturen von Wilhelm Lehmbruck sind zeitlose Wiedergaben menschlicher Existenzproblematik. Max Beck¬mann ist mit herausragenden Bildern wie sonst kaum vertreten – lei¬der werden nicht immer alle gezeigt, darunter die frühe »Ballonwett¬fahrt« (1908), die gewaltige »Auferstehung« (1909) als Mischung aus mondänem Gesellschaftsereignis und barocker Himmelsvision, au¬ßerdem das emotional aufgeladene »Selbstbildnis mit rotem Schal« (1917), das Verlustängste kompensierende, stark biografisch geprägte Bild »Reise auf dem Fisch« (1934) und der brutal zerplatzende »Traum von Monte Carlo« (1939/1943). Paul Klees malerisches Oeuvre reicht von der 1919 entstandenen »Komposition mit schwar¬zem Brennpunkt« über das konstruktiv-geometrisch gestaltete »Ora¬kel« (1922), die vegetabil geschichtete »Jungwaldtafel« (1926), über den »Vierteiligen Palast« (1933) mit hintereinander aufgereihten Mauerzeilen als subtile Anspielung auf das NS-Regime bis zur »Mu¬sik unter Tage« aus seinem Todesjahr 1940. Der Bauhausmeister Os¬kar Schlemmer ist neben einigen abstrahierenden Figurenbildern vor allem mit den einmaligen, in den USA geretteten, raumplastischen Figurinen des »Triadischen Balletts« präsent, das 1922 in Stuttgart uraufgeführt wurde.

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Staatsgalerie 2

Vielleicht stammen sie sogar vom weltberühmten Giotto di Bondo- ne, die zwischen 1330 und 1340 gemalten 44 Szenen der vom Evan- gelisten Johannes visionär geschauten Apokalypse, die zwar als Er- bach’sche Tafel bekannt wurden, wohl aber aus Neapel stammen. Höchstwahrscheinlich in Ferrara wurde um 1390 das Tafelbild »Kai¬ser Augustus und die Weissagung der Tiburtinischen Sibylle«in küh¬ner räumlichet Komposition gefertigt. Von Antonio Leonelli di Cre- valcore stammt die »Hl. Familie mit dem Johannesknaben« (um 1500) in erstaunlicher Detailpräsenz. Unter den wiedergegebenen Früchten verweisen Pfirsich wie Kirsche auf die Erlösung, die Birne als Frucht der Venus und des Wissens auf Maria und das immergrü¬ne Efeu des Johannesknaben auf Christus. Giovanni Bellini (um 1430-1516) beeindruckt durch die in inniger Teilnahme um den Leichnam Jesu versammelte Gruppe bei der »Beweinung Christi«. Selbstbewusstsein und Willenskraft spricht aus Tintorettos »Bildnis eines venezianischen Herrn« (1548). Giorgio Vasari komponiert um 1558 als Manierist in komplizierter Bewegungs- und Lichtregie die »Toilette der Venus« mit den assistierenden Grazien. In extrem ver¬kürzender Sicht von den durchbohrten Fußsohlen an aufwärts gibt Annibale Carraci den »Leichnam Christi mit den Leidenswerkzeu- gen« als emotional aufwühlende Verbildlichung der Eucharistie wie- der.. In großer Detailfülle schildert Niccolö Renieri (1591-1667) in seiner »Vanitas – Pandora« die Vergänglichkeit alles irdischen Seins in der allegorischen Gestalt einer lasziven jungen Frau inmitten sym¬bolhafter Schätze inklusive Totenschädel. Meister des fantasievollen poetischen Einfalls mit malerischen Mitteln im frühen 18. Jh. ist Mar¬co Ricci mit seinem »Capriccio mit antiken Ruinen, Pyramide und fi¬gürlicher Staffage«. Jacopo Amigoni porträtierte um 1752 den mit ihm befreundeten berühmten Kastraten Farinelli, dessen brillante Stimme die Zeitgenossen begeisterte.
Rosalba Carriera malte sensible Bildnisse häufig in Pastell, auch ihre barocke Allegorie »Wachsamkeit« (um 1725), eine junge Frau mit Hahn, legt davon Zeugnis ab. Gaspare Traversi (1722-1770) war ein viel bewunderter Meister des Genrebilds. Seine Wiedergabe der »Operation« (1754) ist eine einfallsreiche malerische Gratwanderung zwischen nachvollziehbarem markerschütterndem Schmerzempfin¬den und rational-wissenschaftlicher Beobachtung eines medizi¬nischen Eingriffs. Giovanni Antonio Canal, genannt Canaletto, er¬freut den Betrachter seiner »Ansicht der Mühlen von Dolo an der Brenta« (1735) durch die topografisch genauen Wiedergaben.
Hans Memling bewies in seiner Darstellung »Bathseba im Bade« (um 1485) sein Können als Bildnismaler ebenso wie als Gestalter der Raumtiefe bei der Vertikalität des Bildaufbaus. Aufmerksam aus ei¬nem Fenster von König David und einem Knaben beobachtet, ent-steigt die mit einem Tuch spärlich bedeckte Bathseba dem baldachin¬artigen Badgehäuse. Der Utrechter Manierist Joachim Anthonisz. Wtewael malte in Öl auf Kupfer eine glanzvolle Szenerie der »Anbe¬tung der Hirten« (1601) in changierenden Farben vor prächtiger Kulisse. Peter Paul Rubens beeindruckt durch sein Doppelporträt »Alte Damen mit jungem Mädchen« (1606), ein Musterbeispiel ba-rock-höfischer Bildniskunst aus Genua in einer Mischung aus posen¬haft-aristokratischer Strenge und persönlich-emotionaler Anteilnah¬me. Durch den Wegfall religiöser Auftragskunst konzentrierten sich sich die niederländischen Maler im 17. Jh. auf die Entwicklung der Fachgattungen wie Stillleben, Landschaft, Marinestück und Genre¬bild.
Auf dem Gebiet der Stilllebenmalerei besaß Osias Beert (um 1580-1624) als erster großes Können. Sein »Stillleben mit Austern, Konfekt und Früchten« regt Augen und Gaumen an, verweist mit zerbröseltem Zuckerwerk, aufgeschnittener Zitrone und nicht ganz gefüllten Gläsern auf die Vergänglichkeit alles Irdischen. Jan Davidsz. de Heem demonstriert mit seinem sinnberückenden »Stillleben mit Nautiluspokal und Hummer« (1634) die meisterhaft ausgewogene Komposition. Frans Hals’ Bildnisse einer Dame und eines Herrn sind das Ergebnis seiner bravourösen Gestaltungsfähigkeit mit einer Pin¬selführung, die noch die Impressionisten beeindruckte. Rembrandt ist mit einem Meisterwerk seiner Frühzeit »Paulus im Gefängnis« (1627) vertreten, wo der greise Apostel in tiefem Nachdenken über Briefe sinniert, umstrahlt von einfallendem Licht, während das Schwert, untypisch für eine Gefängnisszene, bereits auf sein Marty¬rium verweist und der Felsblock auf seine Glaubensstärke. Rem- brandts »Selbstbildnis mit roter Mütze« (um 1660) ist ein aufrichti¬ges, nichts verbergendes Altersporträt. Die Landschaftsmalerei ist mit Jan van Goyens »Überfahrt über den Rhein bei Rhenen« (1642) in topografisch genauer Wiedergabe ebenso repräsentiert wie mit Jacob Isaacsz. van Ruisdaels »Landschaft mit Bach« (nach 1650) als drama¬tisch komponierte fantasiereiche Naturstudie und Salomon van Ruysdaels »Flusslandschaft mit zwei Kähnen« (1635) in nuancenrei¬chem Kolorit, das vorimpressionistisch erscheint.
Im Spannungsfeld zwischen spätbarocker Kunst und klassizistischer Erneuerungsbewegung entstand Johann Heinrich Füsslis Monumen¬talbild »Satan, von Ihturiels Speer berührt« (1779) nach dem Schöp¬fungsmythos des englischen Ba¬rockdichters John Milton. Gottlieb Schick studierte in Paris bei Jacques Louis David die aktuelle Malerei und porträtierte »Wilhe- mine Cotta« (1802), nach neuester Mode gekleidet, vor der pappelbes¬tandenen Neckarlandschaft. Chris¬toph Friedrich Dürr nutzte das heimische Ammertal als Hinter¬grund für sein büstenhaft gestalte¬tes »Bildnis einer Unbekannten«
(1810). In realistischer Manier er¬fasst noch Jahrzehnte später Theo¬dor Schüz das Ammertal bei Her¬renberg als Hymne sommerlichen Überflusses in Schwaben im »Mit¬tagsgebet bei der Ernte« (1861).

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Staatsgalerie

Die Stuttgarter Staatsgalerie ist eine der bedeutenden Kunst¬sammlungen Deutschlands mit besonderem Profil für die ältere südwestdeutsche, niederländische und italienische Kunst sowie für die internationalen Stilentwicklungen des 20. Jahrhunderts.
Drei Gebäude veschiedener Bauepochen beherbergen als Ensemble Meisterwerke der europäischen Malerei vom Mittelalter bis zur Ge¬genwart sowie Skulpturen des 19. und 20. Jahrhunderts. Der klassi¬zistische dreiflügelige Altbau mit dem Reiterstandbild König Wil¬helms I. von Württemberg im Ehrenhof wurde 1843 nach Entwürfen von Gottlob Georg Barthals Museum der bildenden Künste eröffnet und schon knapp 50 Jahre später durch zwei rückwärtige Anbauten erweitert. 1984 wurde als Erweiterungsbau die Neue Staatsgalerie be¬zogen, ein Glanzstück postmoderner Baukunst vom schottischen Ar¬chitekten James Stirling mit allerlei Zitaten historischer Bauformen. Eine Rotunde als offener Skulpturenhof ist optischer Mittelpunkt, wo der hier kreuzende öffentliche Fußweg zur informellen Begeg¬nung zwischen Museumsschätzen und Publikum führt.
Der jüngste Anbau (2002) der Architekten Steib gibt der Grafischen Sammlung ein neues Domizil und schließt sich als fünfgeschossiger linearer Baukörper über zwei Glasbrücken an den Museumskomplex des 19. Jh.s an. Zur Zeit wird die Alte Staatsgalerie saniert, wodurch immer wieder Bilder umgehängt werden.
Sammlungen der Staatsgalerie
Das älteste erhaltene Tafelgemälde Schwabens ist »Maria als Thron Salomonis« (um 1335) als Bogenfelddarstellung aus dem ehemaligen Zisterzienserkloster Bebenhausen. Flankiert von zwölf Löwen, die auf die zwölf Stämme Israels und die zwölf Apostel verweisen, von acht Jungfrauen als Tugendpersonifikationen und fragmentarischen Brustbildern von Propheten und Aposteln, erscheint der thronende König Salomo des Alten Testaments, der als Hort der Weisheit mit dem Haus der Kirche gleichgesetzt ist. In der Bildmitte wird er über¬höht von der Gottesmutter als neuer Throninhaberin, die den Christkönig zur Welt bringt. Der »Mühlhausener Altar« (1385) ent¬stand im Umkreis der Prager Hofkunst als Stiftung zweier Brüder für ihre Kirche, die Veitskapelle in Stuttgart-Mühlhausen. In geöffnetem Zustand treten die drei böhmischen Nationalheiligen, Veit als Märty¬rer mit Palmenzweig, Wenzel als Herzog im Kettenpanzer mit Fahne und Schild sowie Sigismund als Kaiser vor Goldgrund in Erschei¬nung. Im Stil der internationalen Gotik entstand die Tafel des Meis¬ters der Hildesheimer Magdalenenlegende (um 1416) mit Christus als Gärtner, der am Ostermorgen der Magdalena in einem üppig wu¬chernden Garten begegnet. Der Meister der Sterzinger Altarflügel
aus dem ehern. Zisterzienserinnenkloster Heiligkreuztal gestaltet u. a zwischen 1450 und 1455 die Grablegung Christi in einer Schichtung paralleler Bildzonen mit ausgeprägtem Detailrealismus. Der Meister des Ehninger Altars (um 1476) liefert ein ausdrucksvolles Triptychon mit der Auferstehung Christi auf der Mitteltafel. Kunstvolle spätgoti¬sche Stilisierung zeichnet die »Verkündigung an Maria« (1496) von Bartholomäus Zeitblom aus. Höhepunkt der altschwäbischen a e- rei ist der monumentale, wandelbare »Herrenberger Altar« ( von Jerg Ratgeb aus der Stiftskirche in Herrenberg. Im gesc OSSL nen Zustand ist der Abschied der Apostel zu sehen, einmal geo ne die Passion Christi, zweimal geöffnet die Kindheit Jesu unter Einbin¬dung der Marienthematik. Der Altar steckt voller hintergründiger Details: so trinkt ein Blutfink vom am Boden verschütteten Wein in der Abendmahlsdarstellung und der Zaunkönig triumphiert über den Reichsadler (Fahne) in der Pilatusszene. Hans Holbein der Ältere hinterließ mit der so genannten Grauen Passion (1498), einer in Graumalerei gestalteten Passionsfolge auf zwölf Tafeln, sein künstle¬risches Hauptwerk im Übergang von später Gotik zur Renaissance. Lucas Cranach der Ältere malte die alttestamentliche Heldin »Judith mit dem Haupt des assyrischen Feldherrn Holofernes«, den sie nach einem Gelage tötete und dadurch seine Truppen in die Flucht schlug, um 1530 als Halbfigur nach vollbrachter Tat im höfischen Schön¬heitsideal der Renaissance. Der Meister von Meßkirch gibt in großar¬tiger Naturkulisse den »Hl. Benedikt als Einsiedler im Gebet« (um 1540) wieder, der vom Mönch Romanus mit Essen versorgt wird.

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Sindelfingen

Die Stadt Sindelfingen, am Nordrand des Schönbuchs gelegen, ist einer der bedeutendsten Industriestandorte im Verdichtungsraum Mittlerer Neckar.
In Sindelfingen unterhalten u. a. die Weltfirmen DaimlerChrysler und IBM ausgedehnte Produktionsanlagen. Ferner beherbergt Sin-delfingen eines der wichtigsten Zentren der Textilindustrie in Europa (Haus der Mode, Häuser der Konfektion, Damenmoden MVG).
Die Stadt Sindelfingen ist dem Namen nach (-ingen) eine alamanni- sche Gründung. Im 13. Jh. war Sindelfingen im Besitz der Pfalzgra¬fen von Tübingen und kam 1351 an Württemberg. Das seit dem Mittelalter bestehende Sindelfinger Chorherrenstift hat seine Bedeu¬tung im Jahr 1477 verloren, als Graf Eberhard im Bart den größten Teil des Stifts zur Gründung der Universität nach Tübingen verlegte. Mit dem Anschluss an das württembergische Eisenbahnnetz 1879 und vor allem mit der Ansiedlung der Firma Daimler-Benz im Jahr 1916 setzte ein stürmischer wirtschaftlicher Aufschwung ein, der durch die Bombardements in den Jahren 1943/1944 nur vorüberge¬hend gebremst werden konnte.
Sehenswertes in Sindelfingen
Am Rathaus im restaurierten Stadtkern beginnt ein »Stadtgeschichtli¬cher Weg« mit 35 markierten Stationen. Beachtenswert ist die Mar-tinskirche von 1083, eine romanische Pfeilerbasilika des ehemaligen Augustiner-Chorherrenstiftes und eine der ältesten Kirchen Baden- Württemberges. Zwischen einem Chorherrenhaus (1454) und der ehemaligen Stiftsscheune ist ein historischer Bauerngarten angelegt. Hübsch ist der Marktplatz mit dem Freundschaftsbrunnen des Bild¬hauers Bonifatius Stirnberg; hier findet dienstags, donnerstags und samstags der Wochenmarkt statt.
Im 1478 gebauten Alten Rathaus und im angrenzenden Salzhaus (1592) ist das Stadtmuseum eingerichtet, das stadtgeschichtliche und volkskundliche Exponate von der Vorzeit bis ins 19. Jh. zeigt. Die Lebens- und Arbeitswelt früherer Zeiten werden anhand von Einrich¬tungsgegenständen und Handwerksgeräten lebendig. Besonders her¬vorzuheben sind ein historisches Stadtmodell und eine bäuerliche Wohnstube. Eine Attraktion ist auch die Sammlung von histori¬schem Spielzeug. Ein eigener Teil im Museum ist die Würbenthaler Heimatstube, die das Leben dieser Stadt im Sudetenland vorstellt. Öffnungszeiten: Di. —Sa. 15.00-18.00, So. 10.00 — 12.00, 14.00 bis © 17.00 Uhr.
Die Galerie der Stadt (Marktplatz 1) beherbergt rund 1200 Exponate süddeutscher Kunst von 1870 bis in die Gegenwart, und zwar Male¬rei, Zeichnung, Druckgrafik und Skulptur. Zu sehen sind u. a. Arbei¬ten von Dix, Schlemmer und Grieshaber. Öffnungszeiten: Mo.-Fr. 10.00-13.00, 14.00-18.00, Sa., So. 10.00-17.00 Uhr.
Was heute die Auto- oder Computerindustrie, das war für die Stadt einst die Weberei-Branche. Alle rissen sich um den Trend-Stoff Jac- quard, auf dessen Herstellung sich die Sindelfinger Handweber spezi¬alisiert hatten. Das Museum im Haus der Handweberei (Corbeil-Es- sonnes-Platz 4), der ehemaligen Webschule, zeigt den harten Alltag der Hausweber. Ausgestellt sind Arbeitsgeräte, darunter drei Web¬stühle, fertige Textilien und Musterzeichnungen. Im Museumsange¬bot sind auch Webkurse. Öffnungszeiten: Di.-Sa. 15.00-18.00, So. © 14.00-17.00 Uhr.
Das Donauschwäbische Museum (Goldmühlstr. 30), eine Sammlung donauschwäbischen Kulturguts, befasst sich auch mit dem Thema »Flucht und Vertreibung«. Eine mit Originalmöbeln ausgestattete Stube gibt Einblick in das Leben dieser Volksgruppe. Öffnungszeiten:
Mo-Fr. 9.00-12.00, 14.00-16.00 Uhr.
Nordöstlich des alten Stadtkerns erstreckt sich das Areal der Landes- gartenschau von 1990 mit dem Klostersee. Es zieht sich weit in das Sommerhofental hinein und lädt zum Spazierengehen ein.
Ein Anziehungspunkt sportlicher Art ist das Badezentrum Sindelfingen an der Burghalde mit sieben Freibecken, 101-m-Wasserrutsche, großer Liege¬wiese, vier Hallenbecken und mehre¬ren Saunen.
Das Alte Rathaus im Ortsteil Mai- chingen, ein beeindruckender Fach¬werkbau von 1540, wurde in ein Fo¬rum für junge und experimentelle Kunst umgewandelt. Öffnungszeiten: Sa., So. 11.00-16.00 Uhr.

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Schorndorf

Die heutige Industriestadt Schorndorf im Remstal ist vor allem be¬kannt als Geburtsort von Gottlieb Daimler (»-Berühmte Persönlich¬keiten), dem Pionier der Kraftfahrzeug-Entwicklung. Beeindru¬ckend ist der Marktplatz mit malerischen Fachwerkhäusern.
Schorndorf kam im 13. Jh. zur Grafschaft Württemberg. Die mittel¬alterliche Stadt wurde im 16. Jh. befestigt. Im Jahr 1634 brannte die von den Schweden besetzte und von den kaiserlichen Truppen ange¬griffene Stadt fast vollständig ab.
Sehenswertes in Schorndorf
In der Stadt ist ein historischer Stadtrundgang mit 29 markierten Stationen, die die wichtigen Baudenkmäler erschließen.
Mittelpunkt der Stadt ist der von stattlichen Fachwerkhäusern um- rahmte Marktplatz mit dem barocken Marktbrunnen. Besonders schön ist das von 1726 bis 1730 nach einem Entwurf von Georg Friedrich Majer gebaute Rathaus mit einem modernen Mosaik der »Weiber von Schorndorf«. Diese wurden 1688 berühmt: Durch ihren entschlossenen Widerstand gegen die Obrigkeit erreichten sie, dass die Stadt nicht dem französischen General Melac übergeben wurde.
Unweit westlich steht die evangelische Stadtkirche, mit deren Bau Aberlin Jörg 1477 begonnen hatte und die nach einem Brandschaden im 17. Jh. erneuert werden musste. In der nordöstlichen Kapelle ist das Netzgewölbe als Stammbaum Christi gestaltet, der an Jesses Brust wächst.
Das Stadtmuseum (Kirchplatz 7- 9), das in zwei ehemaligen Schulen un¬tergebracht ist, vermittelt Einblicke in die Stadt- und Kulturgeschichte Schorndorfs. Die naturkundliche Ab¬teilung beleuchtet Geologie und Öko¬logie, die archäologische Abteilung zeigt Objekte von der Steinzeit bis zum Mittelalter. Ein Schwerpunkt des Museums ist die Sammlung zur Arbeitswelt: Themen sind Landwirtschaft, Weinbau, Handwerk und Industrialisierung. Hervorzuheben sind hier die Erzeugnisse der Württembergischen Porzellanmanufaktur von 1903 bis 1930. Das Museum veranstaltet auch Wechselausstellungen. Öffnungszeiten:
Di. – Fr. 14.00-17.00, Sa. 10.00-12.00, 14.00-17.00, So., Fei. 10.00 bis 17.00 Uhr.
Am 17. März 1834 kam in der Höllgasse 7 Gottlieb Daimler als Sohn eines Bäckers zur Welt. Hier erlernte er zunächst das Büchsenma- cher-Handwerk. In Cannstatt entwickelte Daimler den schnell lau¬fenden Benzinmotor. Sein Geburtshaus wurde 1979 von Daimler- Benz gekauft, zum Museum und als Tagungsstätte umgestaltet. Öff- nungszeiten: Di. —Do. 10.00— 18.00, Fr. 14.00— 17.00 Uhr.
Im Mittelpunkt der Galerie für Technik (Arnoldstr. 1) steht der von Daimler entwickelte schnell laufende leichte Benzinmotor. In der Ga- lerie für Kunst werden Wechselausstellungen zu Skulptur, Malerei, Installation und Fotografie und Grafik veranstaltet. Öffnungszeiten:
Di. – Fr. 14.00-17.00, Sa. 10.00-12.00, 14.00-17.00, So., Fei. 10.00 bis 17.00 Uhr.

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Schönbuch

Der Schönbuch, dessen südlicher Teil als Naturpark ausgewiesen ist, hat besondere Bedeutung als Naherholungsgebiet für die Be¬wohner des dicht besiedelten Stuttgarter Raumes.
In der Vergangenheit war der Schönbuch bevorzugtes Jagdgebiet der württembergischen Herzoge, woran u. a. die Jagdschlösser Bebenhau¬sen, Einsiedel und Waldenbuch erinnern. Heute ist der Schönbuch durch ein engmaschiges Rad- und Wanderwegenetz erschlossen, zahlreiche Rast- und Spielplätze sind angelegt.
Wildgehege findet man bei Herrenberg, Ammerbuch-Breitenholz und Ammerbuch-Entringen, zwischen Tübingen-Bebenhausen und Weil im Schönbuch.
Besonders reizvoll sind Wanderungen durch den Herrenberger Stadtwald, entlang des südwestlichen Schönbuchrandes zwischen Herren¬berg-Kayh und Tübingen, im Goldersbachtal nordwestlich von Tü¬bingen-Bebenhausen, am Kirnberg östlich von Bebenhausen (geolo¬gischer Lehrpfad mit Klopfplatz), rund um das Jagdschloss Einsiedel (geschichtlicher Lehrpfad mit keltischen und römischen Kulturdenk¬mälern), im Schaichtal zwischen Dettenhausen und Aichtal-Neuen- haus (Häfnermuseum) im Aichtal sowie im Siebenmühlental zwi¬schen Musberg und der Burkhardsmühle ösüich von Waldenbuch.
Das Städtchen Waldenbuch, u. a. Standort der Ritter-Sport-Schokola- denfabrik, breitet sich im östlichen Schönbuch aus. Ein hübsches Ensemble bilden das auf der Höhe gelegene Schloss, die Kirche St. Veit, der Marktplatz mit einem Brunnen von 1728 und das Fachwerkrat¬haus von 1781.
Im Schloss Waldenbuch, dem ehemaligen Jagdschloss der württem- bergischen Herzoge, ist das Museum für Volkskultur in Württemberg eingerichtet worden. Hier wird Kultur- und Alltagsgeschichte doku¬mentiert, mit Einblicken in das Denken, Leben und Arbeiten von Bauern, Handwerkern, Arbeitern, Stadtbewohnern u. a. vom 18. bis zum 20. Jahrhundert. Öffnungszeiten: Di.-Sa. 10.00-17.00, So. 10.00- 18.00 Uhr; Führung: So. 15.00 Uhr.
Die neueste Attraktion von Waldenbuch ist das Museum Ritter beim Firmengebäude der Schokoladenfabrik am Ortsausgang Richtung Böblingen. Der Architekt Max Dudler entwarf einen Flachdachkubus mit Kalksteinfassade, dessen geometrische Strenge durch einen Durchgang, der das Museum in zwei Bereiche teilt, unterbrochen ist. In dem linken Teil ist die Kunstsammlung und im rechten der Ritter Sport SchokoLaden untergebracht. Bestand des Museums sind die Werke der Kunstsammlung von Marli Hoppe-Ritter, die sich entspre¬chend der Ritter-Schokoladenform mit dem Thema Quadrat be¬schäftigen. So ist vor allem die konstruktive und konkrete Kunstrich¬tung mit Werken von Malewitsch, Baumeister, Richter Bill, Stankow- ski u. a. vertreten. Der SchokoLaden umfasst ein Schokoshop, eine SchokoAusstellung, eine Schokowerkstatt für Kinder und . In der in¬teraktiven SchokoAusstellung wird die Geschichte und Herstellung von Schokolade veranschaulicht.
Bebenhausen, der unter Denkmalschutz gestellte Tübinger Stadtteil, liegt malerisch im Schönbuch. Seine Attraktion ist ein weitgehend intaktes Ensemble einer 1183 gegründeten Klostersiedlung. 1807 ließ König Friedrich I. das Abtshaus zum Jagdschloss umbauen. Hierher zog sich nach seiner Abdankung 1918 der letzte württembergische König Wilhelm II. zurück. Im Kloster wird das Leben der Zisterzien¬ser, die jahrhundertlang hier lebten, wieder lebendig; ihr Wahlspruch lautete »Bete und arbeite!«. Besondere Stationen der Klostergeschich¬te sind das Brunnenhaus, das Sommerrefektorium und das Dormito- rium. Öffnungszeiten: Apr-Okt. Mo. 9.00-12.00, 13.00-18.00, Di. – So. 9.00-18.00, Nov.-März Di.-So. 10.00 bis 12.00, 13.00 bis 17.00 Uhr; Führungen: Apr.-Okt. Sa., So., Fei. 10.00 bis 17.00 jede volle Stunde außer 13.00 Uhr.
Im ehemaligen Schreibturm des Klosters wurde das Informations¬zentrum Schönbuch eingerichtet. Hier gibt es Ausstellungen und In-formationsmaterial zum Naturpark Schönbuch. Öffnungszeiten: Apr. bis Okt. Di. – Fr. 9.00-17.00, Sa., So., Fei. 10.00- 17.00 Uhr.

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