Weil der Stadt

Die ehemalige Reichsstadt Weil der Stadt besitzt noch beeindru¬ckende mittelalterliche Stadtbefestigungsanlagen. Vor allem aber ist Weil der Stadt bekannt als Geburtsort des Astronomen und Ma¬thematikers Johannes Kepler (1571-1630). Auch der Reformator Johannes Brenz (1499-1570) wurde hier geboren.
Wahrscheinlich waren es die Alamannen, die den Ort »Weil« (abge¬leitet von lat. »villa«) gründeten. Die erste Erwähnung erfolgte in ei-ner Urkunde des Klosters Hirsau im Jahr 1075. Friedrich II. erhob den Flecken zur Stadt, und unter Rudolfl. von Habsburg wurde Weil 1272 reichsumittelbare Stadt. Dieser Status konnte bis 1803 bewahrt werden, als Württemberg die Herrschaft übernahm. Im Jahr 1862 wurde per Ratsbeschluss der Name Weil der Stadt festgelegt.
Sehenswertes in Weil der Stadt
Der historische Kern Weil der Stadts ist der Marktplatz, in dessen Mitte ein 1870 errichtetes Denkmal für Johannes Kepler steht. Die Reliefs an den Seiten stellen Szenen aus dem Leben des Astronomen dar. Der Marktplatz ist von stattlichen Häusern eingefasst, darunter das mit Arkadengängen versehene Rathaus von 1582 und das Alte Rathaus (Marktplatz 14) mit dem daneben liegenden Stadtmuseum (Öffnungszeiten: So. 14.00-17.00 Uhr). Den Oberen Marktbrunnen ziert ein Standbild Kaiser Karls V. aus dem Jahr 1669.
Das Geburtshaus Johannes Keplers ist heute als Museum (Keplergas¬se 2) eingerichtet und zeigt persönliche Gegenstände und Dokumen¬te des Astronomen. Kepler wurde 1571 geboren und gilt als einer der Begründer der modernen Naturwissenschaften. Als Lehrer für Moral und Mathematik machte er bald Furore mit seinen »Prognostica«. In Prag wurde er Assistent von Tycho Brahe sowie dessen Nachfolger als kaiserlicher Mathematiker Rudolfs II. Grundlegend waren seine Berechnungen der Planetenbahnen, die Keplerschen Gesetze. In Linz entstanden seine »Rudolfinischen Tafeln«, die 200 Jahre lang die Grundlage der Astronomie bildeten. 1628 trat Kepler als Astrologe in Albrecht von Wallensteins Dienste. Er starb 1630 in Regensburg. Öffnungszeiten: Di.-Fr. 10.00-12.00, 14.00-16.00; Sa. 11.00 bis 12.00, 14.00-16.00, So. 11.00-12.00, 14.00-17.00 Uhr.
Unweit des Marktplatzes liegt die katholische Stadtkirche St. Peter und Paul. Sie geht auf ein romanisches Kirchlein aus dem Jahr 1000 zurück, ihre heutige äußere Gestalt stammt jedoch im Wesentlichen aus dem 14. und 15. Jh., die Osttürme datieren bereits um 1200. Im Innern sind der barocke Hochalter (1680) und das Sakramentshaus des Stuttgarter Steinmetzen und Bildhauers Georg Mi- ler aus dem Jahr 1611 beachtenswert.
Im Süden, Osten und Norden der Stadt ist die vom 12. bis 16. Jh. errichtete Stadtbefestigung mit imposanten Tür¬men besonders gut erhalten.
Weil der Stadt ist einer der am nördlichsten gelegenen Orte der schwäbisch-alemannischen Fastnacht. Die örtliche Narrenzunft hat im Gebäude Stuttgarter Straße Nr. 60 ein Narrenmuseum eingerich¬tet, in dem auch die Weil der Städter Narrenfiguren – u. a. Zigeuner, Hexe, Schlehengeist, Steckentäler, Bär und Schellenteufel – zu sehen sind. Öffnungszeiten: 1., 3. So. im Monat 13.00-17.00 Uhr. Hinter dem Narrenmuseum findet man ein Puppenmuseum. Öffnungszei¬ten: 1., 3. So. im Monat 13.00- 17.00 Uhr.
Etwa 200 m in Richtung Marktplatz vom Museum entfernt findet man den Narrenbrunnen, auf dem Figuren der »Weiler Fasnet« dar-gestellt sind.

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