Wilhelma

Die Wilhelma, eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten in Süd¬westdeutschland, ist Erholungsort für die Stuttgarter und ein Muss für jeden Besucher. Deutschlands einziger kombiniert zoologischbotanischer Garten kann mit über 6000 verschiedenen Pflanzenar¬ten und rund 10 000 Tieren aus aller Herren Länder aufwarten. Ins¬besondere der historische Teil der Anlage mit dem Maurischen Gar¬ten gehört zu den malerischsten Plätzen in Stuttgart.
Urzelle der »schönsten Grünanlage Europas« ist das Wilhelmatheater, das auf Befehl König Wilhelms I. an der Ecke Prag-/Neckartalstraße nach Entwürfen seines Hofbaumeisters L. W. von Zanth errichtet worden ist. Nach dessen Fertigstellung 1840 erhielt von Zanth den Auftrag, ein »Gartenhaus mit Wohngebäude und Ziergewächshäu¬sern in maurischen Formen« zu realisieren. Bis 1853 folgten das Festsaalgebäude, das Belvedere, der Bildersaal, weitere Gewächshäu¬ser und die Vollendung der Gartenanlagen. Magnolien, Ananas, Ka¬melien, Rhododendren, Azaleen, Orchideen und nicht zuletzt die be¬rühmte Seerose Victoria regia gedeihen dort bis heute.
Nach großen Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg begann mit der Wiedereröffnung 1949 eine neue Ära. Der damalige Direktor Albert Schöchle war weitsichtig genug, um abzuschätzen, dass die Wilhelma als rein botanischer Garten keine wirtschaftliche Zukunft habe und verwandelte sie nach und nach auch in eine Heimstatt für Tiere. Aus vielen Provisorien in der Anfangszeit entwickelte sich die Wilhelma im Lauf der letzten Jahre zu einem der größten und attraktivsten Zo¬os in Deutschland. Da viele der beliebten Tierfütterungen zu unre¬gelmäßigen Zeiten stattfinden, erkundige man sich entweder im Vo¬raus unter der Telefonnummer 54 02-0 oder an den Kassen; an den Gehegen sind die Fütterungszeiten ebenfalls angegeben.
Rundgang durch die Wilhelma
Im Lauf der Jahreszeiten verändert sich das Erscheinungsbild der Parkanlagen und auch der Pflanzenhäuser. Als erste im Jahr begin-nen die Orchideen zu blühen, die dann von den Kamelien und Aza¬leen abgelöst werden. Jede dieser Pflanzenarten kann in einem ge-sonderten Gewächshaus am Eingang der Anlage bewundert werden.
Der Maurische Garten ist mit seinen Pavillons und Lauben heute fast so prächtig wie zur Zeit seiner Entstehung. Einmalig ist im April die Magnolienblüte in Europas größtem Magnolienhain, wenn die Bäu¬me in Weiß, Rosa und Rot blühen. Zentrum des Gartens ist der gro¬ße Seerosenteich, der im Sommer mit seiner Fülle von Seerosen und Lotusblüten eines der beliebtesten Fotomotive darstellt.
Das oberhalb des Maurischen Gartens gelegene, 2002 komplett sa¬nierte historische Gewächshaus mit filigraner Eisenkonstruktion be-herbergt Farne, Baumfarne, Kakteen und Nachttiere.
Die dahinter liegenden Subtropen-Terrassen stellen die Verbindung zwischen historischem und neuem Teil der Wilhelma dar.
Weltruhm erlangte die Wilhelma durch ihre Menschenaffen (Goril¬las, Bonobos, Orang-Utans, Schimpansen), die hier in Familienver-bänden leben. Das Jungtieraufzuchthaus dient inzwischen europa¬weit als Menschenaffenkinderstube, wenn ausnahmsweise eine Handaufzucht notwendig wird.
Einen Schwerpunkt im Bereich der oberen, im Lauf der vergangenen vier Jahrzehnte entstandenen Anlagen bilden die Gehege der afrika¬nischen Huftiere mit Giraffen, Okapis, Zebras, Somali-Wildeseln, Straußen, Antilopen und vielen mehr. Großkatzen, Elefanten, Nas¬hörner und Flusspferde gehören natürlich auch zum Tierbestand der Wilhelma.
Auf dem Schaubauernhof am entferntesten Ende des Zoogeländes werden alte, vielfach in Vergessenheit geratene Haustierrassen neben ihren wilden Vorfahren gezeigt, und kleine Kinder genießen im Strei¬chelgehege die hautnahe Begegnung mit Ziegen und Schafen, die auch gefüttert werden dürfen. Außerdem leben hier u. a. Kamele, Przewalski-Pferde und Mesopotamische Damhirsche.

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